Was ist so toll an Google?
Google Reader, Google Mail, Google Maps, Google Desktop, Google Earth, Google Docs, Google Calendar, Google Talk, und jetzt auch noch Google Chrome.
Was ist so toll an Google?
Google ballert eine Anwendung raus und Tage später ist sie bei zigtausenden – wahrscheinlich sogar auf Millionen Rechnern installiert.
Immer wieder liest man von der Sammelwut, die Google mehr oder weniger öffentlich an den Tag legt, und doch ertappe mich selbst auch immer wieder dabei, wie ich auch private Dinge, wie z.B. Termine in den Google Kalender eintrage.
Aber was macht die Googleanwendungen eigentlich besser als andere Programme/Anbieter im Netz?
Ich versuche immer wieder Alternativen zu finden. Nicht nur, um eine bessere Anwendung zu entdecken, sondern auch, um ein Statement zu setzen. Frei nach dem Motto: Google? Nicht mit mir.
Aber ich finde nie Anwendungen, die so gut harmonieren und so komfortabel sind, wie die von Google.
Sei es der Google Reader, der mit meine Feeds im iGoogle serviert, oder der Mailservice Gmail.
Die Benutzeroberfläche ist in allen drei Fällen (Reader, iGoogle, Gmail) für mich einfach perfekt.
Ich kenne keinen Mailclient, der auch nur ansatzweise so gut zu bedienen ist, wie Gmail.
Der Google Kalendar integriert sich ideal in die Startseite iGoogle, die nebenbei auch noch meine eMails und Feeds aus dem Google Reader anzeigt.
Komfortabler geht es doch garnicht!
Und dieses auf iGoogle komprimierte Interface, dass mir alles anzeigt, was momentan wichtig ist, bietet nicht nur mir einen Vorteil. Nein – auch Google profitiert davon, dass ich alles auf deren Servern hoste.
Sie können an Hand meiner Termine (Pizza essen mit X in Y) und meiner eMails gepaart mit meinen Routenanfragen aus Google Maps einfach die passenden Pizzaläden oder Restaurants anzeigen.
Und schon ist ein profil für meine Person erstellt.
Verfeinert wird das ganze dann noch durch meine Suchanfragen, die ich an Google schicke.
Aber ich will das eigentlich garnicht!
Ich will meine Feeds nicht über Google abrufen; ich will meine privaten eMails nicht auf den Googleservern ablegen; ich will keine Startseite, auf der alle Suchanfragen gespeichert und analysiert werden.
Aber was gibt es schon für Alternativen?
netvibes.com ist eine schöne Startseite.
Anpassbar, mehr oder weniger kompatibel mit den Gadgets, die es auch für iGoogle gibt, aber doch anders.
Zum Beispiel fehlt mir da eine schöne Auflistung meiner RSS-Feeds.
Wenn ich alle 70 Feeds, die ich abonniert habe, in einem Tab auf netvibes anzeigen lasse, muss ich fünf virtuelle Meter nach unten scrollen, damit ich die letzten Feeds lese.
Von Effektivität oder „mal schnell einen Blick auf die neuesten Feeds werfen“ kann dort nicht mehr die Rede sein.
Der Liferea (Linux Feed Reader) ist ein toller Feedreader für Linux, aber meiner Meinung nach einfach nicht schnell genug. Es müssen immer die einzelnen Feeds von den einzelnen Servern geladen werden. Das dauert einfach seine Zeit.
Und ganz nebenbei finde ich es einfach schade, dass ich Liferea nicht in iGoogle meine Startseite einbinden kann. Dann kann ich nämlich einfach meinen Blick 20cm nach rechts lenken, und schon sehe ich die neuesten Posts!
Gmail ist sowieso außer Konkurrenz – wie gesagt, das Interface ist einfach zu gut…
Da kommt Evolution nicht mit. Thunderbird mocht ich eh noch nie.
Also was bleibt?
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- Mail-Client immer laufen lassen; auch, wenn mir der Aufbau und das Interface nicht gefällt
- Feed-Reader laufen lassen; auch wenn ein Update der Feeds ein paar Minuten dauert.
- Kalendar bietet mir Evolution; aber nur, wenn ich zu Hause bin
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- Bei den Google-Anwendungen bleiben und zusehen, wie meine Privatsphäre aufgehoben wird.
Aber immerhin passiert es komfortabel.
- Bei den Google-Anwendungen bleiben und zusehen, wie meine Privatsphäre aufgehoben wird.
Ich weiß nicht…
23. September, 2008 um 19:38
Eine Möglichkleit bleibt noch.
Selber Programmieren…
Dann hast du das Problem nicht